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Zeit zu Hause

Nun neigt sich Ihr Klinikaufenthalt dem Ende zu und die erste gemeinsame Zeit mit ihrem Baby kann beginnen.

Zum Abschied möchten wir Ihnen noch einige Tipps mit auf den Weg geben.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start zu Hause und viel Freude mit Ihrem Kind!

Hebammenhilfe

Sie haben Anspruch auf Unterstützung durch eine Hebamme, welche Sie und Ihr Kind in den ersten 10 Tagen nach der Entbindung zu Hause betreut. Die Kosten übernimmt Ihre Krankenkasse. Sicherlich haben Sie Ihre nachsorgende Hebamme schon informiert und einen Termin für den ersten Hausbesuch vereinbart. Sie steht Ihnen für alle weiteren Fragen im Wochenbett und darüber hinaus während der ganzen Stillzeit zur Verfügung.

Wochenfluss

Als Wochenfluss wird das Wundsekret der Gebärmutter bezeichnet. Er wird noch ca. 4 bis 5 Wochen anhalten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Sie solange bluten. Er verändert sich hinsichtlich seiner Farbe und wird von Woche zu Woche geringer werden. Anfangs ist er blutig, langsam wird er bräunlich und geht zum Ende der 2. Woche ins Gelbliche über, bevor er grau-weiß/wässrig wird und schließlich ganz versiegt. Dann ist die Wundheilung der Gebärmutter abgeschlossen. Sie sollten regelmäßig Ihre Binden wechseln und keine Tampons benutzen (Infektionsgefahr).

Arzt/Hebamme verständigen bei:

  • Fieber über 38 °C und Schüttelfrost
  • Allgemeinem Unwohlsein, Abgeschlagenheit,
  • Krankheitsgefühl,
  • Kopfschmerzen,
  • Schmerzen in der Brust, im Unterleib oder an der Geburtsverletzung,
  • Veränderung des Geruchs des Wochenflusses oder plötzlichem Versiegen,
  • starken Blutungen aus der Scheide.

Der Besuch beim Frauenarzt

6 bis 8 Wochen nach der Geburt sollten Sie Ihren Frauenarzt zur Wochenbettabschlussuntersuchung aufsuchen. Er überprüft die regelrechte Rückbildung der Gebärmutter, schaut sich die verheilten Geburtsverletzungen an, untersucht die Brust und kontrolliert den Eisenwert im Blut.

Es enthält alle wichtigen medizinischen Informationen zu Ihrem Kind und begleitet es bis zum 5. Lebensjahr. Dem Deckblatt können Sie entnehmen, wann die jeweils nächste Untersuchung sein sollte. Es empfiehlt sich, möglichst bald nach der Klinikentlassung einen Termin bei einem Kinderarzt auszumachen. Für die U3 sollte Ihr Kind 4 bis 6 Wochen alt sein. Sofern alles in Ordnung ist, sollten Sie einen möglichst späten Termin wahrnehmen, da Ihr Kind dann „reifer“ sein wird.

Es ist ganz normal, dass Ihr Kind in den ersten Tagen 7 bis 10% seines Geburtsgewichtes abnimmt. Bis zum 14. Lebenstag sollte es allerdings sein Ausgangsgewicht wieder erreicht haben. Im ersten halben Jahr sollte es wöchentlich 120 bis 200 g zunehmen, so dass es im 6. Monat sein Geburtsgewicht verdoppelt hat. Außerdem gibt es die sogenannten Wachstumsschübe. Dies sind Zeiträume, in denen ein Mehrbedarf an Nahrung anfällt. Typische Wachstumsphasen sind der 6. bis 10. Lebenstag, die 4. bis 6. Lebenswoche, das Ende des 3. Monats und der 6. Monat. Legen Sie Ihr Kind in dieser Zeit einfach nach Bedarf an. Keine Sorge, die Milchmenge passt sich innerhalb geringer Zeit der geforderten Menge an! Unterstützend können Sie Ihre eigene Trinkmenge steigern.

Einnässen und Stuhlgang

6 bis 8 nasse Windeln am Tag bedeuten, dass Ihr Kind genügend Milch bekommt. Der Stuhlgang ist meist dünn, gelblich, findet mehrmals täglich oder auch nur 1 bis 2 mal die Woche statt.

Vitamin D

In Deutschland wird allen Kindern ab dem 10. Lebenstag täglich eine Tablette Vitamin D empfohlen. Vitamin D unterstützt die Knochenbildung und beugt Rachitis (Knochenerweichung) vor. Legen Sie die Tablette vor dem Stillen in die Wangentasche Ihres Kindes. Sie löst sich dann auf. Sie können sie jedoch auch auf einem Teelöffel mit einem Spritzer Muttermilch oder Tee auflösen und Ihrem Kind geben.

Impfungen

In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Ab dem 3. Lebensmonat werden Impfungen von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen und vom Diakonie-Klinikum unterstützt. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt darüber und informieren Sie sich, um verantwortungsvoll entscheiden zu können.

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