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Aktuelles

Rettungshubschrauber beim Tag der offenen Tür im Diak

15.09.2018

Der Tag der offenen Tür, zu dem das Diakonie-Klinikum am Samstag, 15. September die Bevölkerung einlädt, bietet die Möglichkeit, den Rettungshubschrauber der Bundeswehr AR 63 Niederstetten zu besichtigen und sich von der Crew Details erklären zu lassen.
Der Rettungshubschrauber steht von 11:00 bis 14:00 Uhr auf dem Gelände neben dem OPTIMA-Sportpark.

Ende 2016 wurde der Hubschrauber zusammen mit dem ebenfalls in Landsberg stationierten SAR 56 zum Transporthubschrauberregiment 30 nach Niederstetten verlegt und in SAR 63 bzw. 64 umbenannt. (SAR 64 bezeichnet den Hubschrauber, der für Such- und Rettungseinsätze im Hochgebirge konfiguriert ist). Die Maschine vom Typ Bell UH-1D war bis 2016 beim LTG 61 (Lufttransportgeschwader 61) am Fliegerhorst Penzing bei Landsberg/Lech als SAR 58 stationiert.
Im Auftrag des Bundesministers für Verkehr hat die Bundeswehr bereits in den 60-er Jahren einen nationalen Such- und Rettungsdienst für Luftfahrzeuge eingerichtet. Hauptaufgabe der SAR-Hubschrauber der Bundeswehr ist, „in Not befindliche Luftfahrzeuge zu suchen, deren Insassen zu retten und – im Rahmen der Möglichkeiten – Post und Fracht zu bergen“. So steht es in den internationalen Vereinbarungen. Grundlage dafür bildet der Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur International Civil Aviation Organization (ICAO) am 8. Juni 1956.
Luftnotfälle von Flugzeugen und anderen Luftfahrzeugen wie Segelfliegern oder Ballonfahrern sind in Deutschland relativ selten. Deshalb stehen die SAR-Hubschrauber natürlich auch zur Verfügung, wenn schnelle Hilfe geboten ist („Dringende Eilhilfe“).
So werden sie subsidiär bei Verkehrsunfällen und anderen medizinischen Notfällen alarmiert und bilden so einen wichtigen Bestandteil der zivilen Rettungsorganisation für die Bevölkerung, - und zwar immer dann, wenn kein anderes ziviles Rettungsmittel zur Verfügung steht.
Neben SAR 63 und 64 in Niederstetten hält die Bundeswehr für das gesamte Bun-desgebiet noch 5 weitere SAR-Helikopterstationen vor, nämlich in Nörvenich bei Köln (NRW), in Holzdorf, Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) sowie für Nord- und Ostsee bzw. die Bundesländer Schleswig-Holstein und Hamburg die SAR-Stationen Warnemünde und Helgoland.
Die medizinische Ausrüstung eines SAR-Hubschraubers ist gleichzusetzen mit der eines zivilen Rettungshubschraubers. Zusätzlich verfügt der SAR-Hubschrauber noch über eine Winde und hat auch die Möglichkeit Außenlasten zu transportieren.
Die Besatzung besteht aus zwei Piloten sowie einem Luftrettungsmeister (Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter); bei Einsätzen im Rahmen der dringenden Nothilfe kann zusätzlich noch ein Notarzt, z.B. von einem nahegelegenen Krankenhaus aufgenommen werden.

Die SAR-Helikopter sind durchgehend 24 Stunden/7 Tage die Woche ganzjährig einsatzbereit, also auch durchgehend nachts, was in der zivilen Luftrettung eher die Ausnahme ist. Tagsüber ist der Hubschrauber innerhalb von wenigen Minuten in der Luft, nachts ebenfalls in kürzester Zeit.

Das Diak bittet um Verständnis, dass der Hubschrauber bei einem aktuellen Notfall einen Einsatz wahrnehmen muss und in diesem Fall nicht die ganze Zeit zur Verfügung stehen kann.

Das Programm für den Tag der offenen Tür finden Sie unter www.dasdiak.de

Bild zu Rettungshubschrauber beim Tag der offenen Tür im Diak

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